18. August 2020: Siebtes vor-Ort-GeHSpräch

Im Rahmen der Fortschreibung des Gmünder Integrationskonzeptes fand am 18. August mit Sigrun Merholz, Abteilungsleiterin Ambulante Dienste des Deutschen Roten Kreuzes Schwäbisch Gmünd (DRK) und Dr. Joachim Bläse, Erster Bürgermeister das siebte GeHSpräch statt.

Im Mittelpunkt dieses GeHSprächs standen die Pflege von Migrantinnen und Migranten sowie die Gewinnung von Pflegekräften mit und ohne Migrationshintergrund.

Die ambulanten Dienste des DRK, die neben der häuslichen Pflege auch Unterstützung bei der Haushaltsführung, sogenannte ergänzende Hilfen, beinhalten, werden zunehmend auch von Menschen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland alt werden und in der Nähe Ihrer Familie bleiben wollen, genutzt. Das Wissen um kulturelle Unterschiede und die individuelle Abstimmung mit den Beteiligten ermöglichen eine kultursensible Pflege, die auch religiöse Unterschiede berücksichtigt.

Hinsichtlich der Personalgewinnung setzt Frau Merholz auch auf Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits in den ergänzenden Hilfen beim DRK tätig sind und sich weiter qualifizieren möchten. „Die ergänzenden Hilfen im Hauswirtschaftsbereich werden gerne als Sprungbrett für eine Ausbildung in der Pflege beim DRK genutzt, wobei gerade im ambulanten Bereich, das Beherrschen der deutschen Sprache unabdingbar ist“.

Für die Zukunft wünscht sie sich ein besseres Image und eine leistungsgerechtere Bezahlung der Pflegeberufe, durch die auch mehr Männer für die Pflege gewonnen werden können sowie junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die beim Übergang von der Schule in den Beruf für die vielfältigen, krisensicheren und systemrelevanten Berufe in der Pflege gewonnen werden und/oder ihre Sozialkompetenz erweitern können.

17. August 2020: Sechstes vor-Ort-GeHSpräch

Im Rahmen der Fortschreibung des Gmünder Integrationskonzeptes fand am 17. August mit Thomas Koch, Geschäftsführer Jobcenter Ostalbkreis, Jasmin Brückner, Geschäftsstellenleiterin Jobcenter Schwäbisch Gmünd und Dr. Joachim Bläse, Erster Bürgermeister statt.

Im Mittelpunkt des Gespräches stand die erfolgreiche Vermittlung von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt. „Vorrangiges Vermittlungshemmnis ist oft die Sprache“, so Jasmin Brückner. Aus diesem Grund ist eine nahtlose Sprachförderung ohne große Fehlzeiten ein vorrangiges Ziel des Jobcenters. Auch der Zugang zu Frauen und generell zu Familien mit Flucht- und Migrationshintergrund liegt dem Jobcenter am Herzen. So besteht großes Interesse an einer Vernetzung mit Schulen, Lehrkräften und Eltern. „Wir sind gerne auch bereit Beratung im Quartier anzubieten“, so Thomas Koch. Dr. Joachim Bläse steht dieser Idee sehr offen gegenüber. „Wir brauchen Strukturen mit denen wir der Herausforderung der drohenden Arbeitslosigkeit begegnen und eine gute Vernetzung der Partner vor Ort“, so Dr. Bläse am Ende des Gesprächs.

31. Juli 2020: Fünftes vor-Ort-GeHSpräch

Im Rahmen der Fortschreibung des Gmünder Integrationskonzeptes fand am 31. Juli mit Klaus Dengler, geschäftsführendem Schulleiter der allgemeinbildenden Schulen und dem ersten Bürgermeister Dr. Joachim Bläse das fünfte GeHSpräch statt.

Auch in diesem GeHSpräch stand das Thema Bildung im Mittelpunkt. Herr Dengler bestätigte, dass die mittlerweile überwiegende Zuwanderung aus Osteuropa auch an den Schulen ankommt. Der Großteil der Eltern habe großes Interesse daran, dass ihre Kinder in Schwäbisch Gmünd einen guten Bildungsweg bestreiten. Somit sei Elternarbeit an den Schulen besonders wichtig. Oft müsse hier zunächst das Vertrauen in Schule gestärkt werden. Auch der Schulsozialarbeit kommt hier eine wichtige Rolle zu. Diese müsse als Partner in der Integrationsarbeit gestärkt werden. „Ziel muss es sein, Schulsozialarbeit breit und offen anzubieten und im Quartier zu verankern,“ so Dengler. Interkulturelle Kompetenz bereits in der Lehrerausbildung anzubieten hält Klaus Dengler für enorm wichtig. In Schwäbisch Gmünd haben fast 40 % der Gmünderinnen und Gmünder Migrationshintergrund. Beim Übergang Schule – Beruf sei das Handwerk ein wichtiger Partner. „Oft bringen Schülerinnen und Schüler die wichtigen Tugenden fürs Handwerk mit“, so Dengler, „wenn wir dann noch Unternehmen haben, gemeinsam das Abenteuer Ausbildung mit den jungen Menschen gestalten, haben wir viel gewonnen“, so Dengler am Ende des GeHSprächs.

 

22. Juli 2020: Viertes vor-Ort-GeHSpräch

Im Rahmen der Fortschreibung des Gmünder Integrationskonzeptes fand am 22. Juli mit Jens-Peter Schuller, Oberstudiendirektor und geschäftsführender Schulleiter der Beruflichen Schulen des Ostalbkreises und dem ersten Bürgermeister Dr. Joachim Bläse das vierte GeHSpräch statt.

Im Mittelpunkt des GeHSprächs stand das Thema Bildung. Deutlich wurde, dass Bildung nur gelingen kann, wenn man schwächere Schülerinnen und Schüler auf ihrem angemessenen Weg unterstützt. An den Schulen geschieht dies durch individuelle Förderung durch Lehrkräfte aber auch durch Bildungsbegleiter. Bei den Übergängen zwischen den verschiedenen Schularten sind ein realistisches Notenniveau und gute Sprachkenntnisse wichtig, auch damit der Übergang in den Beruf am Ende der Schulzeit funktionieren kann. Sinnvoll sind deshalb Angebote, die Fach- und Deutschkenntnisse im Lehrplan kombinieren. Erkennbar wurde in diesem GeHSpräch auch, dass Projekte unterstützt durch Patinnen und Paten sinnvoll sind, um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu begleiten. Auch dem Sport als motivierendes und verbindendes Element spricht Schuller einen hohen Stellenwert zu. Dennoch fallen immer wieder junge Menschen durchs Raster – aus verschiedenen Gründen. „Die, die sich helfen lassen kann man unterstützen. Schwierig sind die, die gar nicht erst kommen. Dennoch ist unser gemeinsames Ziel, dass kein Jugendlicher verloren geht“, so Schuller am Ende des GeHSprächs.

17. Juli 2020: Drittes vor-Ort-GeHSpräch

Im Rahmen der Fortschreibung des Gmünder Integrationskonzeptes fand mit Süheyla Torun und Fuad Koldzic, den Sprechern des Integrationsrats der Stadt Schwäbisch Gmünd und dem ersten Bürgermeister Dr. Joachim Bläse das dritte GeHSpräch statt.

Im GeHSpräch wurde viel über die Themen Teilhabe und Unterstützung gesprochen. Deutlich wurde, dass Integration oft nur gelingen kann, wenn die Neuankommenden auf ihrem Weg unterstützt werden. So sind Projekte sinnvoll, in denen z.B. in Schulen ältere Schüler in die Rolle eines Paten schlüpfen und die jüngeren Schüler mit demselben Migrationshintergrund unterstützen, sie motivieren und als Vorbild fungieren. Auch die Unterstützung von Arbeitnehmern mit Migrationshintergrund durch ihre Arbeitgeber ist wichtig. Interkulturelle Kompetenz in Unternehmen und Verwaltungen ist eine wichtige Grundlage für gelingende Integration. Auch die Erhöhung der Quote von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund im Rathaus ist ein Ziel, dass die Sprecher des Integrationsbeirats befürworten. Ein weiterer wichtiger Baustein für gelungene Partizipation ist es Migrantenorganisationen zu stärken und aktiv miteinzubinden. Oft fehlt es an ganz kleinen Dingen wie der administrativen Unterstützung und der Finanzierung von kleinen Projekten. Auch eine Art „Haus der Kulturen“, als ein Ort für Begegnung - unabhängig von Religion – könnte Partizipation und Teilhabe stärken.

„Wir müssen den Kontakt des Integrationsrats zur Bevölkerung und den Communities stärken und für Partizipation werben, um zu sensibilisieren und ein Vorbild zu sein“, so die Sprecher des Integrationsrats zum Abschluss.

 

14. Juli 2020: Zweites vor-Ort-GeHSpräch

Im Rahmen der Fortschreibung des Gmünder Integrationskonzeptes fand diese Woche mit Herrn Clemens Reitzig, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Schwäbisch Gmünd und dem ersten Bürgermeister Dr. Joachim Bläse das zweite GeHSpräch statt.

Reitzig betonte, dass die Agentur für Arbeit momentan vor großen Herausforderungen stehe, da sich die Pandemie sowie der allgemeine Strukturwandel spürbar auf die Arbeitswelt auswirke. „Betroffen ist vor allem auch die Zielgruppe der Integrationsarbeit, da diese häufig in der Zeitarbeit beschäftigt ist“, so Reitzig. Aufgrund dessen ist es der Stadt ein großes Anliegen die Kooperation der Netzwerkpartner zu stärken, um diese Menschen gemeinsam zu unterstützen und ihnen neue Perspektiven zu ermöglichen. „Einen großen Fachkräftebedarf sehen wir in den Bereichen Pflege, Handwerk und in sozialen Berufen“ betonte der Geschäftsstellenleiter. Um Migranten und Flüchtlingen eine gute Arbeitsmarktintegration zu ermöglichen, sei der Spracherwerb und qualifizierte Ausbildung elementar wichtig. „Auch hier wird die große Bedeutung des Gmünder Netzwerkes nochmals deutlich und wir freuen uns deshalb auf die gemeinsame und intensive Zusammenarbeit“ so Bläse zum Abschluss.

25. Juni 2020: Erstes vor-Ort-GeHSpräch

Am 25. Juni fand das erste GeHSpräch zwischen dem Ersten Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und Diakonin Sylvia Caspari, Geschäftsführerin des Kreisdiakonieverbands Ostalb, statt. 

Gemeinsam die Zukunft der Integrationsarbeit gestalten, ist Ziel der Fortschreibung des Integrationskonzepts Gmünder Weg 2030. Gemeinsam Gehen und Sprechen ist die Idee der GehSpräche, die so auch trotz Corona einen Austausch ermöglichen. Die erste GeHSprächspartnerin war Sylvia Caspari, Geschäftsführerin des Diakonieverbandes. „Für die Menschen, die die Migrationsberatung des Diakonieverbandes betreut, ist Teilhabe und Partizipation wichtig, sie wollen dazugehören“, so Frau Caspari auf die Nachfrage nach den wichtigen Handlungsfeldern. So kann sich der Diakonieverband ein stärkeres Engagement im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit und Partizipation vorstellen. Für den ersten Bürgermeister Dr. Joachim Bläse ist es wichtig, dass die Diakonie strategischer Partner in der kommunalen Integrationsarbeit ist. „Wir müssen die Strukturen der Gemeinden nutzen, um den Zugang zu den Menschen zu gestalten“, so Bläse. Auch die Stärkung des kommunalen Netzwerks, die gute Vernetzung und die Transparenz der Integrationsangebote ist dem Diakonieverband ein besonderes Anliegen. „Wir sind gerne bereit, die Integrationsarbeit zusammen mit einem starken Gmünder Netzwerk weiter zu gestalten“, so Caspari am Ende des GeHSprächs.

⏱ 05. Juni 2020: Team-Workshop des Stabsbereich Integration

⏱ 23. Juni 2020: Treffen städtischer Akteure mit wichtigen Netzwerkpartnern.

⏱ 06. Juli 2020: Workshop der Verwaltung.

⏱ Juli/August: GeHSpräche mit Akteuren aus Schwäbisch Gmünd.

 

 

Alle Termine werden zeitnah ergänzt.